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Adolf Schönnenbeck

* 10.05.1869 in Halver-Stenkenberg
† 30.01.1965 in Waldbröl


Maler, Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf

Begabung

Auf einem Bauernhof in der Gemeinde Halver geboren, blieb der begabte Bauernjunge auch in seinem gesamten Leben seiner sauerländischen Heimat in seiner Lebensart und Kunst treu. Von 1880 - 1886 besuchte er die Rektoratsschule in Halver. Dort erkannte man frühzeitig seine Begabung, schickte ihn auf die Kunstakademie in Düsseldorf. Später lehrte er selbst 27 Jahre als Professor an dieser Kunstakademie, lebte aber die meiste Zeit unter den Bauern seiner sauerländischen Heimat. Hier malte und zeichnete er die Menschen bei ihrer Arbeit und in ihrer täglichen häuslichen Umgebung, einer von ihnen: ein knorriger, schrulliger, zuweilen kauziger Mann, motivisch und in seiner künstlerischen Perspektive verwandt mit dem bayerischen Maler Wilhelm Leibl.

Nachkriegszeit

1943 in Düsseldorf ausgebombt, lebte er eine kurze Zeit bei seinem Bruder in Strehlen (Schlesien). Von dort flüchtete er beim Angriff der Roten Armee auf Breslau nach Langensalza (Thür.) zu seiner Tochter. In den letzten Jahren seines Lebens fand Schönnenbeck zurück in die Nachbarschaft seines märkisch-sauerländischen Ursprungs, ins Bergische Land. 1965 starb er, 95-jährig, im Altersheim in Waldbröl.

In vielen Museen

In seinem Gesamtwerk vereinigen sich naturalistische, impressionistische, teilweise auch expressionistische Stilzüge zu einer "Naturgeschichte der märkisch-sauerländischen Menschen". Viele seiner Gemälde, Zeichnungen, Porträtstudien und Lithografien befinden sich heute in Privatbesitz oder sind verteilt auf Museen in Düsseldorf, Köln, Mülheim/Ruhr und Wuppertal.